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Vision. Das Sehen

Posted by on 23. September 2011
Vision. Das Sehen

Vision. Das Sehen

Am letzten Sonntag war das Obacheckabunny mit Familie und Freunden in der Ausstellung „Vision. Das Sehen“. Vom 21.08. bis 16.10.2011 zeigt das ZKM im Rahmen der »pèlerinages. Kunstfest Weimar« Kunstwerke, die die Verschmelzung von Kunst, Technik und Wissenschaft erfahrbar machen sollen.
Wer schon einmal im ZKM war, kann nur vermuten, dass hier die Stücke ausgestellt wurden, deren Fehlen in Karlsruhe nicht bemerkt werden soll.
Es versteht sich von selbst, dass keines der Kunstwerke irgendwie erklärt wird, denn man soll es ja selbst erfahren. Durch Interaktion mit dem Kunstwerk. Sollte eines der Kunstwerke nicht „funktionieren“ ist es auch völlig überflüssig das Personal zu befragen, die geben unumwunden zu, dass sie „nüscht“ wissen, hier „och“ nur Dienst nach Vorschrift schieben. Gut, dann „erfahren“ wir halt nicht, warum meine Iris grün ist, warum die Iris meiner Tochter grün ist und warum die Iris zweier anderer Ausstellungsbesucher auch gün ist.
Auf zum nächsten Raum: Juchu zwei 3D-Fernseher nebeneinander. Und nur eine Brille? Okay, dann halt nacheinander und nicht miteinander das Kunstwerk erfahren. Ein Zeichtrick-Mensch klettert in einer Zeichentrickumgebung herum. Kommentar meiner Tochter: „Was is’n daran Kunst? Oma hat auch nen 3D-Fernseher.“ Mehr gibt’s dazu in der Tat nicht zu sagen.
Dann kommt tatsächlich ein interessanter Raum. Pipo Tafel, Shadowing. Eine weiße Fläche auf dem Boden lädt dazu ein, auf ihr herumzutanzen. Man sieht seinen Schatten und einen zweiten, leicht zeitverzögerten Schatten der von einer Kamera an der Decke aufgenommen und wieder auf eben die weiße Fläche projiziert wird. Hier tritt man nicht in Interaktion mit dem Kunstwerk, sondern mit sich selbst, bzw. seinem eigenen Schatten. Pipo Tafel erfüllt hier so manchen Kindheitstraum. Den eigenen Schatten fangen. Schön.

Pipo Tafel · Shadowing

Im nächsten Raum erwartet uns ein – nunja wie sagt man eigentlich in der Kunst dazu? – ähm naja so ein 3D-Bild wie sie es in den 1990ern mal zu Hauf in die Buchhandlungen geschafft hatten. Magic-Eye-Bilder-Bücher. Nach minutenlangem Starren auf ein und denselben Fleck schält sich eine Figur aus dem Muster. Wenn man Glück – also binokulares Sehen – hat. Gaaanz große Kunst!

FAZIT: Eine Ausstellung knapp über Imaginata-Niveau. Dort wird schlicht und solide der Zusammenhang zwischen Wissenschaft und Technik erfahrbar gemacht und man meint nicht „auf“ Kunst zu machen.

Geht hin und schaut es Euch an oder fahrt gleich ins ZKM. Das lohnt sich!

Kleiner Nachtrag: Für manche der Kunstwerke sollte man mindesten 150cm groß sein. Also für kleinere Kinder bitte Hocker mitbringen (oder das Ausstellungspersonal höflich nach dem Stuhl fragen auf dem sie gerade sitzen). Rollstuhlfahrer: Pech gehabt!

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